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Prüfungsunfähigkeit

Statistisch gesehen, gibt es in jeder Prüfung krankheitsbedingte Ausfälle von Prüfungskandidaten. Immer wieder sind diese aber auch Gegenstand gerichtlicher Entscheidungen, denn nicht jede Beeinträchtigung reicht zur Begründung der prüfungsbefreienden Prüfungsunfähigkeit aus. Dies erfordert vielmehr erhebliche gesundheitliche Probleme.

Dazu zählen beispielsweise nicht Menstruationsbeschwerden, Schwangerschaftsprobleme oder Überempfindlichkeit. Insbesondere begründen Unannehmlichkeiten, die mit jeder Prüfung einhergehen und jeder Prüfungssituation innewohnen gerade keine Prüfungsunfähigkeit. Vor allem rechtfertigen Prüfungsangst und sogenannte Examenspsychosen einen Abbruch oder gar den Nichtantritt einer Prüfung nicht.

Gerade nicht zur Prüfungsunfähigkeit führen chronische Leiden, Dauerleiden oder Behinderungen. Ist ein Prüfungskandidat mit diesen Schwierigkeiten konfrontiert, ist es gerade Sinn und Zweck der Prüfung festzustellen, ob er den Anforderungen, die der jeweilige Beruf oder die abzuprüfende Aufgabe trotz seines Handicaps gewachsen ist. Soweit diese Beeinträchtigungen jedoch durch Hilfsmittel ausgeglichen werden können, muss die Prüfungsbehörde diese zur Verfügung stellen.



Aber auch gesundheitliche Beeinträchtigungen von einigem Gewicht reichen allein nicht aus. Diese müssen sich vielmehr leistungsmindernd auswirken. Nur dann erleidet der betroffene Prüfungskandidat im Vergleich zu den übrigen Prüflingen einen Nachteil, der ausgeglichen werden muss.

Schließlich darf der Prüfling die Prüfungsunfähigkeit nicht selbst verschuldet haben. Insbesondere darf sie nicht aus einer falschen Selbstbehandlung aufgetretener Krankheitssymptome, etwa falscher Medikamenteneinnahme resultieren.

Letztlich lassen sich zwei Formen, nämlich die offene und die verdeckte Prüfungsunfähigkeit unterscheiden.

Über das tatsächliche Vorliegen der Prüfungsunfähigkeit entscheidet schließlich allein die Prüfungsbehörde, insbesondere nicht der Arzt.

Zusammenfassen lässt sich der Bereich der Prüfungsunfähigkeit wie folgt darstellen:

Prüfungsunfähigkeit
Grafik: Prüfungsunfähigkeit / © 2009 prüfungsrecht.com + 51nullacht


Im Einzelnen:

Tipps zum Prüfungsverfahren

I. Vor der Prüfung

Besorgen Sie sich Ihre Prüfungsordnung. Diese ist wichtig für den gesamten Studien- und Prüfungsablauf.

II. In der Prüfung

Rügen Sie während der Prüfung auftretende Missstände gleich welcher Art immer, sofort gegenüber dem Aufsichtspersonal oder der Prüfungskommission rügen.

III. Nach der Prüfung

Nach der Prüfung sollten Sie sich zunächst einmal freuen, dass es für's Erste geschafft ist und das Ergebnis abwarten. Sie sollten sich aber gerade nicht zurücklehnen und Abwarten, wenn Ihnen nach der Prüfung bekannt wird, dass Sie nicht voll leistungsfähig waren.
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